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Geschichte der CAH

Geschichte der CAH

Logo der Christlichen Arbereiterhilfe e.V.



1849 Gründung des St. Josefs Arbeiter-Unterstützungsvereins.
Er schrieb bei seiner Gründung als Hauptzweck vor: "Den katholischen Arbeitern von Regensburg und Stadtamhof hilfreiche Hand zu bieten, wenn sie durch Krankheit an der Ernährung ihrer gehindert oder durch Alter und Gebrechlichkeit ganz arbeitslos würden. Dabei sollen auch die Witwen verstorbener Mitglieder in das Unterstützungswesen miteinbezogen werden." Durch eigene Hilfe und auch mit Hilfe der Begüteter leisteten in der Folgezeit die katholischen Arbeitervereine viel an caritativer Unterstützung für ihre Mitglieder. Die Statistiken geben ein großartiges Zeugnis davon.

1927 Entstehung der Christlichen Arbeiterhilfe.
Aus den Vereinschroniken wissen wir, wie in den schweren Notjahren nach dem ersten Weltkrieg sich die Mitglieder der Arbeitervereine in Notgemeinschaften zusammengeschlossen haben. Ein Werk, aus dem schließlich 1927 die Christliche Arbeiterhilfe in der Christlichen Gewerkschaft entstand.

1933 Verbot der CAH
Wie so vieles, was an katholischen Einrichtungen bis 1933 bestand, wurde auch die CAH bald ein Opfer des nationalsozialistischen Regimes und musste ihr Wirken unter dem Zugriff der Diktatur einstellen.

1954 Wiederbelebung als Caritas-Arbeiterhilfe
Nach dem Zusammenbruch 1945 machte sich das Werkvolk der Diözese daran, die CAH wiederzubeleben. Aus Gründen eines engeren Zusammenwirkens der caritativen Anstrengungen im Raum der Kirche, kam es im Frühjahr 1954 zu einer Vereinbarung zwischen Werkvolk und Diözesan-Caritasverband, nach der künftig die Einrichtung und Tätigkeit der ehemaligen Christlichen Arbeiterhilfe in Gemeinschaft zwischen den beiden genannten Verbänden getragen werden sollte. Damit war die Caritas-Arbeiterhilfe ins Leben gerufen. Das Werkvolk erklärte sich bereit, durch seine Mitglieder neue Firmen für Caritasgaben zu erschließen und in den Gaststätten die Caritassammlungen durchzuführen. Die Beträge, von den Pfarrern bei der Abrechnung der Caritassammlung unter der Rubrik "Caritas-Arbeiterhilfe" eigens aufgeführt, werden auf einem eigenen Konto "Caritas-Arbeiterhilfe" geführt und dem Werkvolk in gegenseitiger Absprache überlassen. Von 1970 bis 1977 konnten 24.274,04 DM an Hilfe geleistet werden.

1979 beim Verbandstag in Hof Beschluss zur Errichtung der CAH.
"Für den Bereich der zum Verbandsgebiet zählenden 9 süddeutschen Diözesen ist eine Christliche Arbeiterhilfe der KAB als Einrichtung bzw. Fachverband des Deutschen Caritasverbandes zu errichten. Dabei sind Möglichkeiten für eine spätere Ausdehnung auf alle deutschen Diözesen zu berücksichtigen." Dieser Antrag wurde mit großer Mehrheit beschlossen.

1981 Gründung der CAH-Süddeutschlands.
Am 13.11.1981 wurde die CAH-Süddeutschlands gegründet. Gründungsmitglieder waren 10 Einzelpersonen aus der Verbandsleitung und dem Diözesanverband Passau. 1. Vorsitzender wurde Josef Hofmeister.
1982 kam der Diözesanverband Augsburg hinzu.
Die Bereitschaft der KAB-Diözesanverbände, eine CAH zu gründen, war trotz des eindeutigen Beschlusses in Hof, nicht besonders ausgeprägt.

1983 Gründung der CAH im Diözesanverband Regensburg
Am 25.02.1983 trafen sich auf Einladung des geschäftsführenden Vorstandes der KAB, Diözesanverband Regensburg 19 Personen zur Gründung der CAH, von denen 18 Mitglieder (Gründungsmitglieder) der CAH wurden. Nach Verabschiedung der Satzung wurde der Vorstand gewählt.
1. Vorsitzender: Odo Lepel, Regensburg; 1. Stellvertreter: Matthias Klein, Regensburg; 2. Stellvertreter: Konrad Seidel, Regensburg; Kassier: Peter Czech, Kelheim; Schriftführer: Georg Strasser, Straubing.
2. Die erste größere Aktion war die Durchführung der Erholungsaktion für polnische Kinder aus dem Bereich Kattowietz. Ca. 160 Kindern wurde der Aufenthalt in unserer Diözese ermöglicht.

1985 CAH Jugendwerkstatt Kelheim
Nach längeren Vorbereitungen nahm die Jugendwerkstatt Kelheim, am 01.02.1985 ihren Betrieb auf. Leiter: Heinz-Jürgen Franke. 12 arbeitslose Kollegen finden Arbeit.

1986 richtet die CAH im Kelheimer Jugendheim einen Jugendarbeitslosentreff mit angeschlossener Beratung ein. Parallel dazu eine Kinder- und Hausaufgabenbetreuung.

1987 wird im Kelheimer Jugendheim der einzige Jugendtreff im Landkreis Kelheim durch die CAH aus der Taufe gehoben.

1988 wird mit dem neuen Vorsitzenden Herrn Mdl. Franz Gruber ein Beschäftigungsprojekt in Cham ins Leben gerufen. Die Kontaktstelle für Jugend und Arbeit ist geboren.

1989 kommt es zur Gründung des Treffpunkt Jugendberatung Bad Abbach.

1990 5-Jahres Feier mit Sozialminister Dr. Gebhard Glück.

1991 Die Kontaktstelle für Arbeit und Beruf mit Beratungsangeboten für Langzeiterwerbslose nimmt in Kelheim ihren Betrieb auf.

1992
Mit dem neuen Vorsitzenden und späteren Staatssekretär Herr Mdl. Dr. Gerhard Merkl beginnen sich die Einrichtungen der CAH zu konsolidieren.

1993 Das Projekt MOBILE JUGENDARBEIT im Landkreis Kelheim wird gestartet.

1994 Inbetriebnahme des Recyclingprojektes Möbelhof Kelheim. Gebrauchte Möbel werden einer sinnvollen Nutzung zugeführt und weitere 8 Jugendliche erhalten Arbeit.

1995 Bricht die Kontaktstelle für Arbeit und Beruf in Cham zu neuen Ufern auf. Die Förderung über den Europäischen Sozialfonds (ESF) kommt zum Tragen. Pate dafür der neue Vorsitzende Matthias Klein.

1997
Eröffnung des CAH-Wertstoffzentrums in Cham mit weiteren 17 Arbeitsplätzen für Langzeiterwerbslose.

1998 Die Kontaktstelle für Jugend und Arbeit in Cham erhält einen neuen Namen, Jugendwerkstatt Jugend 2000. Mit dem neuen Namen auch eine eigene Werkstatt und Verwaltung.
Auch der Süden des Landkreises Kelheim erhält eine Jugendhilfeeinrichtung. Die EU fördert das Projekt Jugendwerkstatt-Möbelhof Mainburg.

1999 Über 100 Mitarbeiter sind bei der CAH in der Diözese Regensburg beschäftigt. 50% der Finanzierung durch die Bundesanstalt für Arbeit. Die CAH zählt derzeit 120 Mitglieder.

2003 zieht die Jugendwerkstatt Kelheim in neue Räume. Die ehemalige BMW Niederlassung in der Abensberger Str. 78 ist das neue Domizil.

Auch in Cham wurde die Werkstatt zu klein. Die ehemalige Standortverwaltung der Bundeswehr wurde für die Jugendwerkstatt Cham eine ideale neue Heimat.

2003 war für Cham ein besonders ereignisreiches Jahr. Auch das ESF Großprojekt Burgenlandschaft im Landkreis Cham nahm seinen Anfang. Weitere 10 ABM Mitarbeiter erhalten einen Arbeitsplatz auf der Burg Runding.

Ab dem Jahr 2005 stellt die CAH in Roding eine Mitarbeiterin für das Projekt Jugendsozialarbeit an Hauptschulen. Man geht den Weg gemeinsam mit der Stadt Roding, dem Jugendamt und dem Sozialministerium.

2005 nahm auch mit der Einführung der Arbeitsgemeinschaften nach SGB II das 1. Kundencafe in Bayern im Gebäude der Arge in Cham ihren Betrieb auf.

2005 geht die CAH ihre ersten Schritte Richtung Marktwirtschaft. Die CAH und der Kreiscaritasverband Kelheim begünden zusammen eine gemeinnützige GmbH und hebt den Beschäftigunsbetrieb CARIDA Kelheim gem. GmbH aus der Taufe. Unter diesem Dach finden sich 3 Projekte wieder. Die Jugendwerkstatt mit Möbelhof, der Kauftreff ums Eck mit dem CariMarkt sowie der Integrationsbetrieb Schatztruhe in der Stadtmitte Kelheims.

2006 startet das Umwelt und Qualifizierungsprojekt Start 4 bei der CARIDA in Kelheim. Erster Einsatzort war das Römercastell in Eining. Es wurde wieder für Besucher erschlossen.

Ein weiteres Projekt "teen@work" mit der Kreis-VHS schloss sich an. Berufsfindung für Hauptschüler aus dem Landkreis Kelheim hatte es zum Ziel.

2007 übernimmt die CAH aus den Händen des Lankreises Cham die Trägerschaft für die Jugendsozialarbeit an der Hauptschule Cham und stellt eine Sozialpädagogin ein. Somit ist die CAH im Landkreis Cham ab sofort mit zwei Schulsozialarbeitern vertreten.

2008 "Motorikpark in Bad Kötzting". So lautet das neueste Projekt der CAH Cham. Es schafft für sechs Arbeitslose Arbeitsplätze und hat zum Ziel einen Motorikpark im Kurpark Bad Kötzting zu erstellen. Gefördert wird dies durch die regionale Arbeitsgemeinschaft.

2008 reagiert die CAH und schafft in ihren Projekten in Cham und Kelheim 10 Ausbildungsplätze.

2009 verlegt die CAH-Cham ihren Standort nach Roding


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